Diagnostik

Laboruntersuchungen
In der Labormedizin werden hauptsächlich Blut, Urin und Stuhl untersucht.

Die Blutuntersuchung ist auch ein Bestandteil der Vorsorge- und Gesundheitsuntersuchung. Auf diese Weise können Rückschlüsse auf Störungen einzelner Organsysteme und auf Erkrankungen gezogen sowie der Verlauf von Krankheiten kontrolliert werden.

Sicher sinnvoll sind hierbei aber auch präventive Laborleistungen, die über diejenigen, die im Rahmen der gesetzlichen Vorsorgeleistungen von den Krankenkassen angeboten werden (Blutzucker/ Cholesterin), hinausgehen. Die Ergebnisse bedürfen immer einer individuellen Interpretation unter Berücksichtigung vieler Faktoren

Blutentnahme - Zeiten:
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 09:00 Uhr.
Eine Sofort - Bestimmung des Gerinnungslabors (INR/ Quick) ist mittels eines Coagu Check- Praxisgerätes auch direkt möglich.

EKG, Belastungs- EKG
Bei der Elektrokardiografie (EKG) werden Herzstromkurven aufgezeichnet, die anschließend vom Arzt ausgewertet werden.

Die Durchführung des Belastungs- EKG (Ergometrie) dient der Feststellung der Herz-Kreislauf-Belastbarkeit und wird bei V.a. Herzerkrankungen mit belastungsabhängigen Durchblutungsstörungen (z.B. einer koronaren Herzkrankheit oder eines drohenden Herzinfarkts) oder bei hohem Blutdruck angewendet.

Langzeit- Blutdruckmessung
Jede Blutdruckmessung ist nur eine Momentaufnahme und wird von vielen Faktoren wie z.B. Angst, Aufregung, Stress, Belastung beeinflusst. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle.

Aus diesem Grund reichen einzelne Blutdruckmessungen nicht aus, um eine gesicherte Diagnose stellen zu können. Aufschlussreicher ist eine Blutdruckmessung über einen längeren Zeitraum.

Bei einer Langzeitmessung wird der Blutdruck außerhalb der Praxis in der gewohnten Umgebung des Patienten und während normaler Alltagsbelastung über 24 Stunden gemessen. Die Ergebnisse der einzelnen Messungen werden aufgezeichnet und können vom Arzt interpretiert werden.

Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie)
Die Untersuchung erfolgt mit Hilfe eines Spirometers. Der Patient atmet mit dem Mund durch ein Mundstück ein und aus.

Die registrierten Werte werden vom Gerät aufgezeichnet und geben dann z.B. Auskunft über die Lungenkapazität (Vitalkapazität), die Atemstromstärke (Tiffeneau- Wert).

Eine Untersuchung der Lungenfunktion ist sinnvoll bei bestehenden Risikofaktoren (Rauchen, berufliche Exposition: z.B. Staub), bei Symptomen wie chronischer Husten, Auswurf, Atemnot, oder bei krankhaften Befunden z.B. im Röntgenbild.

Außerdem kann es zur Beurteilung der Wirksamkeit einer Therapie oder zur Verlaufskontrolle einer chronischen Erkrankung (COPD, Asthma) hilfreich sein.

Auch für Gesunde ist ein Lungenfunktionstest sinnvoll, z.B. vor sportlicher Belastung, Gebirgswanderungen, Eignungsuntersuchungen z.B. zur Feststellung der Tauchtauglichkeit,

Pulsoxymetrie (Bestimmung des Sauerstoffgehaltes im Blut)
Begleitend zur Lungenfunktionsprüfung oder zu einem Belastungs- EKG ist es häufig sinnvoll auch den Sauerstoffgehalt des Blutes mit Hilfe Fingerpulsoxymetrie zu bestimmen

Ultraschalluntersuchung
Bei der Ultraschalldiagnostik (Sonografie) werden innere Organe bildlich dargestellt.
Mit Hilfe eines Schallkopfes werden Schallwellen in die zu untersuchende Körperregion ausgesandt. Die zurückkehrenden Echoimpulse werden dann auf einem Bildschirm dargestellt.
Das dabei entstandene Bild liefert Informationen über die Größe, Lage und Struktur des untersuchten Organs und evtl. krankhafte Veränderungen.

Die Sonografie ist nicht gefährlich, insbesondere besteht keine Strahlenbelastung.
Inhalt (Untersuchung der Bauchorgane): Feststellung von Erkrankungen oder Veränderungen der Leber, Gallenblase, Milz, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Prostata, Gefäße (Gewebsveränderung, Tumor, Harnstau, Steinbildung).
Inhalt (Untersuchung der Schilddrüse): Größe und Struktur des Organs, Feststellung von Knoten, Zysten oder Verkalkungen. Beurteilung der umliegenden Lymphknoten und der Halsschlagadern.

Präoperative Diagnostik
Vor operativen Eingriffen und (Voll-) Narkose sind bestimmte Untersuchungen erforderlich, je nach Alter, Erkrankungen und Risikofaktoren. In der Regel werden eine Blutuntersuchung und ein EKG durchgeführt. Der Operateur erhält dann einen Befundbericht, der auch über Begleiterkrankungen und Medikamenteneinnahme informiert.


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